Dieselautos

Einbau von Rußpartikelfiltern wird wieder gefördert

Wer ein Dieselauto fährt, kann ab dem kommenden Jahr wieder einen Zuschuss vom Staat bekommen, wenn er einen Rußpartikelfilter in ihren Wagen einbauen lässt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages gab am Freitag grünes Licht für die erneute Förderung, wie das Bundesumweltministerium mitteilte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - 2012 stehen demnach 30 Millionen Euro zur Verfügung. Damit könnten rund 90.000 Nachrüstungen gefördert werden, erklärte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU). Wie in den Jahren 2009 und 2010 sollen Dieselfahrer auch 2012 einen Zuschuss in Höhe von 330 Euro für das Nachrüsten ihres Autos mit einem Rußfilter bekommen. Der Einbau eines solchen Filters kostet mindestens 700 Euro.

Eine rückwirkende Förderung für Nachrüstungen im Jahr 2011 sei aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht möglich, erklärte Röttgen. Das stieß beim ADAC auf Kritik. Es sei "bedauerlich", dass die Dieselfahrer, die ihr Auto in diesem Jahr nachgerüstet haben, "leer ausgehen sollen", erklärte ADAC-Präsident Peter Meyer. Das Förderprogramm an sich sei aber ein "wichtiger Impuls für den Umweltschutz".

Filtereinbau hat mehrere Vorteile

Dieselruß dringt als Feinstaub in den Körper ein und gilt als krebserregend. Die Filter sollen die Belastung verringern. In zahlreichen Innenstädten in Deutschland ist die Zufahrt für Autos ohne Partikelfilter beschränkt. Der Einbau eines Filters steigert für Verbraucher auch den Wiederverkaufswert ihres Autos.