Ökologischer Fußabdruck

Ein Goldfisch ist so umweltschädlich wie zwei Handys

Haustiere sind der beste Freund des Menschen, aber wie umweltverträglich sind sie? Das Magazin Reader's Digest berichtet unter Berufung auf eine Studie der neuseeländischen Experten Robert und Brenda Vale über den "ökologischen Fußabdruck" von Hund, Katze und Co.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Demnach belastet eine Hauskatze die Umwelt so stark wie ein Kleinwagen, zwei Hamster sind so schädlich wie ein Plasmafernseher und ein Goldfisch entspricht in Sachen Umweltbelastung in etwa zwei Handys.

Nahrung ist der entscheidende Faktor

Der "ökologische Fußabdruck" misst ursprünglich den Umweltverbrauch von Menschen. Bei der Berechnung werden unter anderem die Fläche für Getreideproduktion, für Weidevieh sowie CO2-Emissionen berücksichtigt. Neuseeländische Wissenschaftler übertrugen das Modell auf Haustiere und fanden dabei heraus, dass der ökologische Fußabdruck vor allem von der Nahrung abhängt.

So braucht ein Körner knabbernder Hamster nur 0,014 Hektar Fläche pro Jahr, ein Fleisch fressender Schäferhund hingegen verspeist umgerechnet jährlich 1,1 Hektar. Ein Pferd vertilgt rein rechnerisch etwa 0,7 Hektar Fläche. Zum Vergleich: Der ökologische Fußabdruck eines Nordamerikaners liegt bei acht Hektar pro Person und Jahr, der eines Deutschen bei rund fünf Hektar.