Umwandlung

Ein Giftgaslager wird zum Solarpark

13.600 Solarmodule sollen bis Jahresende auf dem Gelände des ehemaligen Giftgaslagers der US-Streitkräfte im westpfälzischen Clausen aufgestellt werden. Die Anlage werde in Zukunft jährlich drei Megawatt Strom erzeugen, mit dem 600 Haushalte versorgt werden könnten.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz/Clausen/Bonn (dapd/red) - Das sagte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) am Montag in Mainz. Die Gemeinde mit 530 Haushalten werde somit zum Stromexporteur und die Solarenergie zu einer neuen Einnahmequelle. Die Umwandlung des früheren Militärgeländes in einen Solarpark stehe als Vorbild für die anstehende Konversion der Bundeswehrstandorte, die bis 2017 geschlossen werden sollen.

Solarenergie weniger fördern?

Unterdessen forderte der Energieexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, eine drastische Kürzung der Solarstromförderung in Deutschland. Angesichts des Preisverfalls bei Solarmodulen könne die Bundesregierung die Einspeisevergütung bei Dachanlagen von derzeit 24,4 Cent je Kilowattstunde auf 15 Cent je Kilowattstunde absenken und für Freiflächenanlagen von derzeit knapp 18 auf 10 Cent, sagte Krawinkel am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Dies sei eine "Riesenchance, den Solarausbau viel billiger zu bekommen als erwartet", fügte er hinzu.