Statistisches

Ein Drittel des Stromimports aus Frankreich

Im vergangenen Jahr kamen 14,6 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Frankreich in die Bundesrepublik. Die meisten Exporte gingen in die Niederlande - insgesamt 17 Milliarden Kilowattstunden. Laut dem Verband der Netzbetreiber ist Deutschland ein wichtiges Transitland im Stromhandel.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Deutschland als Drehscheibe im europäischen Stromhandel: Ein Drittel der deutschen Stromeinfuhren - in Zahlen: 14,6 Milliarden Kilowattstunden - kamen im vergangenen Jahr aus Frankreich. Das meldet der Verband der Netzbetreiber (VDN) beim Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

An zweiter Stelle folgten die Stromlieferungen aus Osteuropa: Über die tschechische Grenze seien mit 9,3 Milliarden Kilowattstunden 21 Prozent der deutschen Importe gekommen. Auf dem dritten Rang hätten Österreich und die Schweiz mit jeweils 14 Prozent der Einfuhren gestanden. Bei den deutschen Exporten, so VDN, gingen 2001 rund 39 Prozent oder 17 Milliarden Kilowattstunden in die Niederlande. Zweitwichtigstes Exportland sei die Schweiz mit 23 Prozent der Stromausfuhren gewesen.

Deutschland ist für den europäischen Stromhandel ein wichtiges Transitland, erläutert VDN. Mit jeweils rund 44 Milliarden Kilowattstunden sei die deutsche Außenhandelsbilanz ausgeglichen gewesen. Französischer Strom, der nach Deutschland fließe, sei überwiegend für die Niederlande und - via Schweiz und Österreich - für Italien bestimmt.