Klimadebatte

Eilantrag: BUND will Baubeginn eines Kohlekraftwerks stoppen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat angekündigt, einen Eilantrag an das Oberverwaltungsgericht in NRW zu stellen. Damit will der Verein verhindern, dass das E.ON-Kraftwerk in Datteln gebaut wird. Das geplante Steinkohlekraftwerk sei ein Klimakiller, so der BUND.

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Düsseldorf (ddp/sm) - Mit einem Eilantrag an das Oberverwaltungsgericht NRW will der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Baubeginn für das E.ON-Kraftwerk in Datteln stoppen. Das Steinkohlekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 1100 Megawatt würde jährlich bis zu 8,5 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 emittieren und damit zu einem der größten Klimakiller in Nordrhein-Westfalen werden, begründete der BUND-Landesverband am Donnerstag in Düsseldorf seinen Vorstoß.

Bereits am 9. Februar hatte der BUND Widerspruch gegen den von der Bezirksregierung Münster erteilten Vorbescheid und die Teilgenehmigung eingelegt. Auf Antrag der Firma E.ON hatte die Bezirksregierung bereits im Vorfeld den Sofortvollzug dieser Teilgenehmigung angeordnet. Mit dem Eilantrag wendet sich der BUND gegen die drohende unwiederbringliche Zerstörung von mehr als 60 Hektar Natur-, Landschaft und Boden, einer Waldfläche sowie eines geschützten Biotops.

Die Rodung der Fläche, die weitaus größer ist als für das eine Kraftwerk notwendig wäre, habe bereits begonnen, hieß es. Daher sei ein so genannter "Hängebeschluss" erforderlich, der die weiteren Arbeiten bis zur Entscheidung über den Antrag stoppt.