Interessenvertretung

EFET: Verband deutscher Gas- und Stromhändler gegründet

Um künftig als eigenständige Interessenvertretung der Energiehändler an Verhandlungen teilnehmen zu können, hat der Verband der europäischen Energiehändler (EFET) eine deutsche Organisation gegründet. Sitz ist Berlin, zum ersten Vorsitzenden wurde Dr. Jörg Spicker von Aquila Energy gewählt.

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Der Verband der europäischen Energiehändler (EFET) hat nun auch für den deutschen Markt eine gleichnamige Organisation gegründet, um künftig als eigenständige Interessenvertretung der Energiehändler besser an Verhandlungen mit der Regierung und den anderen Verbänden teilnehmen zu können.

Zum ersten Vorsitzenden wurde Dr. Jörg Spicker (Aquila Energy) gewählt. Seine Stellvertreter sind Paul Hennemeyer (Enron Energie), Thomas Niedrig (RWE Trading GmbH) und Bernd Sturmheit (Nordic Powerhouse). Sitz von EFET Deutschland ist Berlin. Dabei hat sich der Verband zum Ziel gesetzt, die vollständige Liberalisierung des deutschen Marktes als europäischem Kernmarkt maßgeblich und konstruktiv voranzutreiben. Es soll ein nationaler und internationaler Informationsaustausch zwischen Organisationen und Mitgliedern der Energieindustrie geschaffen werden. Dabei will der Verband als Schnittstelle zwischen Institutionen, Verbänden und Vereinigungen der Energiewirtschaft tätig werden.

Bereits im August 2000 hatte der EFET Europe in Deutschland eine "German Task Force Gas" zur Beteiligung an den Verhandlungen zur Gas-Verbändevereinbarung ins Leben gerufen. "Wir haben nur geringes Gewicht innerhalb des VIK-Teams und möchten uns deutlicher positionieren", kündigte Spicker an. "Nach über einem Jahr Beteiligung an den Verhandlungen müssen wir leider feststellen, dass der erzielte Fortschritt minimal ist."