Bilanz

EEX vor Abschluss ihres bisher besten Geschäftsjahres

Die größte kontinentaleuropäische Strombörse, die EEX in Leipzig, konnte in den letzten drei Jahren ihr Handelsvolumen stetig steigern und wird daher in diesem Jahr erstmals einen Überschuss ausweisen. Gehandelt wurden bisher über 560 Terawattstunden im Wert von 23 Milliarden Euro.

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Leipzig (red) - Die Leipziger Strombörse European Energy Exchange AG (EEX) steht vor dem Abschluss des besten Jahres ihrer Unternehmensgeschichte. Auf der Grundlage einer deutlichen Steigerung der Handelsvolumina an den Spot- und Terminmärkten der Börse sowie einer stetigen Zunahme der Zahl in- und ausländischer Teilnehmer hätten sich im bisherigen Jahresverlauf die Erwartungen der EEX voll erfüllt, hieß es aus der sächsischen Messestadt.

Im Spotmarkt erreichte die EEX Mitte Dezember die Marke von 80 Terawattstunden, im Terminmarkt stehen momentan 480 Terawattstunden in den Büchern. "Auf das stark gestiegene Interesse am Terminhandel haben wir mit einer früheren Öffnung des Marktplatzes reagiert - der Handel beginnt jetzt schon um 8.30 Uhr statt bisher um 9.00 Uhr", erläuterte Dr. Hans-Bernd Menzel, Vorsitzender des EEX-Vorstands und Börsengeschäftsführer.

Die Entwicklung des Open Interest (Summe aller Kauf- und Verkaufsgebote, die noch nicht in ein Geschäft eingegangen sind) zeuge von einem weiter steigenden Vertrauen der Handelsteilnehmer in die EEX, führte Menzel aus. Zum 30. November 2005 belief es sich auf knapp 140 Terawattstunden, die einem Marktwert von mehr als sieben Milliarden Euro entsprechen. Darüber hinaus zeige die deutliche Ausweitung des Clearing-Geschäfts im Laufe des Jahres die gestiegene Akzeptanz und das Vertrauen des Marktes in das integrierte Clearing-System der EEX.

Am 9. März 2005 startete die EEX die europaweit erste Spotauktion für EU-Emissionsberechtigungen, noch bevor das nationale Emissionshandelsregister in Deutschland voll funktionsfähig war. Ein kontinuierlicher Spothandel, ein Terminmarkt und das OTC-Clearing für Emissionsberechtigungen folgten im zweiten Halbjahr, in dem der Kohlendioxid-Handel an der EEX einen kräftigen Aufschwung erlebte. Bisheriger Höhepunkt war der 16. Dezember 2005 mit einem Gesamtvolumen von 186 099 Emissionsrechten.

Nach Worten ihres Vorstandsvorsitzenden wird die größte kontinentaleuropäische Energiebörse in diesem Jahr erstmals einen Jahresüberschuss ausweisen können: "Wir werden das große Etappenziel Break Even deshalb bereits ein Jahr früher als ursprünglich geplant erreichen", freut sich der 50-jährige EEX-Chef, unter dessen Führung sich die Börse von einem Jahresfehlbetrag von 21,8 Millionen Euro im Jahr 2002 bis Ende diesen Jahres in die Gewinnzone gearbeitet hat.