Gemeinsame Plattform

EEX und Eurex kooperieren im CO2-Handel

Die Leipziger Energiebörse EEX und die Frankfurter Terminbörse Eurex werden künftig beim Emissionshandel zusammenarbeiten. Damit entstehe das größte internationale Netzwerk für den CO2-Handel und die Liquidität und Effizienz des Marktes werde erhöht, so die beiden Partner.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt/Leipzig (red) - Die beiden Partner werden den Handel in Emissionsrechten über das gemeinsam genutzte Eurex-System anbieten. Eurex-Teilnehmer können dann über ihre bestehende Infrastrukturanbindung die CO2-Produkte der EEX handeln. Damit entstehe ein Marktplatz für CO2-Produkte, der den Standards der Finanzmärkte in Handel, Clearing und Abwicklung in vollem Umfang Rechnung trage.

Die Zusammenarbeit werde die Liquidität und Effizienz des Marktes erhöhen. Durch Verknüpfung ihrer Distribution würde die beiden Partner über 600 Handelsteilnehmer ansprechen, womit das größte internationale Netzwerk für den Emissionshandel entstehe. Hierzu gehören insbesondere Finanzmarktteilnehmer in Großbritannien und den USA.

Zunächst können ab 5. Dezember 2007 auf der gemeinsamen Plattform die bereits an der EEX gelisteten EUA-Futures gehandelt werden. CER-Futures werden zu Beginn des Jahres 2008 folgen. Zusätzlich sollen auch EUA Spotkontrakte und Optionen auf EUA-Futures über die Plattform angeboten werden. Mit den Unternehmen E.ON Sales &Trading, Fortis Bank Global Markets und RWE Trading konnten bereits drei Market Maker gewonnen werden, die täglich An- und Verkauforders in das System einstellen und damit die Grundliquidität sicherstellen, hieß es. Weitere Market Maker sollen bis zum Start der Kooperation im Dezember hinzukommen.

EEX-Vorstandsmitglied Maik Neubauer sagte: "Mit dieser Zusammenarbeit in dem stark wachsenden Segment für Emissionsrechte setzen wir unsere Internationalisierungsstrategie um. Ein liquider Emissionshandel ist wesentlicher Baustein unseres Produktportfolios." Emissionshandel sei ein globales Produkt mit großem Wachstumspotential, so Eurex-Geschäftsleitung Peter Reitz.