EEX startet Schulungen für den Terminmarkt - Handel mit Stromderivaten noch in diesem Jahr

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com
Nach dem erfolgreichen Start des Spotmarktes für Strom Anfang August dieses Jahres bereitet die EEX jetzt den Einstieg in den Terminhandel mit Strom vor: Der Handel mit Stromfutures an der EEX soll noch in diesem Jahr starten. Basiswerte für die Derivate sind Grundlast- und Spitzenlastblöcke, die am Spotmarkt der EEX gehandelt werden. Die Kontrakte werden, wie zuvor gemeldet, Laufzeiten von einem bis 18 Monaten haben; offene Positionen werden beim Verfall der Kontrakte durch Barausgleich erfüllt.



Der Terminplan sieht bis Ende September die technische Anbindung der Teilnehmer an das elektronische Handelssystem Eurex vor, über das der Terminhandel laufen wird. Bislang haben mehr als 20 Teilnehmer die Kommunikationsleitungen bestellt. Am 25. September beginnen die Schulungen für die Marktteilnehmer. Mitte Oktober startet dann die Simulation zur Einführung des Terminmarktes; sie wird wie beim Spotmarkt rund drei Wochen dauern. Den Termin für den Marktstart will die EEX danach in Abstimmung mit den Marktteilnehmern festlegen.



"Mit der Einführung des Terminmarktes setzten wir unser integriertes Konzept für den deutschen Strommarkt um", sagten die EEX-Vorstände Christian Geyer und Hans E. Schweickardt heute in Frankfurt. Die EEX wird die erste deutsche Strombörse sein, die ihren Teilnehmern den Spothandel und den Terminhandel aus einer Hand anbietet.



Zur Zeit handeln am EEX-Spotmarkt 25 Teilnehmer im Wochendurchschnitt rund 100.000 Megawattstunden. Das entspricht einem Prozent des wöchentlichen Stromverbrauches in Deutschland. Mittelfristig erwartet die EEX, dass fünf Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauches über die Börse gehandelt werden, langfristig sollen es 20 Prozent sein.