In einem Brief

EEX-Chef fordert Marnette zum "offenen" Gespräch auf

Werner Marnette, Chef der Norddeutschen Affinerie, hat in den vergangenen Monaten kaum mit seiner Kritik an den Stromkonzernen und ihrer intransparenten Art, Erzeugungskapazitäten zu verknappen um die Börsenpreise hoch zu halten, hinterm Berg gehalten. Jetzt reagierte EEX-Chef Menzel auf die Vorwürfe.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Leipzig (red) - Der Vorstandsvorsitzende der deutschen Strombörse EEX in Leipzig, Hans-Bernd Menzel, hat den Chef der Norddeutschen Affinerie,Werner Marnette, der mit seiner Kritik an den überhöhten Energiepreisen immer wieder die Öffentlichkeit sucht, zu einem gemeinsamen Gespräch aufgefordert.

Marnette hatte zuletzt in der "Wirtschaftswoche" die Mechanismen der Leipziger Börse als intransparent und die Preise als abgesprochen bezeichnet. Das "Grundübel" sei, dass der Preis an der Strombörse auch für Großabnehmer ausschlaggebend sei, sagte er dem Blatt und fordere drakonische Maßnahmen von Brüssel.

EEX-Chef Menzel schreibt nun in einem "offenen" Brief, er unterstütze jede Aktion, die einer Erweiterung der Markttransparenz dient und forderte Marnette auf, gemeinsam vor die Medien zu treten und die notwendigen Themen zusammen zu diskutieren. Die Börse werde sich bei der Organisation und Terminierung eng mit Marnette abstimmen, damit dieser die Bitte nicht "aus Zeitgründen abschlagen" müsse.