Mehr Transparenz

EEX-Börsenrat ebnet Weg für physische Futures

Auf seiner letzten Sitzung hat der Börsenrat der Strombörse EEX einige Änderungen beschlossen. So hat das Gremium beispielsweise der Einführung physischer Stromfutures zugestimmt. Zudem wird die Vorlaufzeit zur Veröffentlichung der Gebotskurven im Spotmarkt von sieben auf einen Tag verkürzt.

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Leipzig/Wien (red) - Während seiner regulären Sitzung in Wien hat der Börsenrat der in Leipzig ansässigen Strombörse European Energy Exchange (EEX) den Regelwerksänderungen zur Einführung der physischen Stromfutures zugestimmt.

Die physischen Futures ermöglichen die unmittelbare Erfüllung der Termingeschäfte durch Lieferung oder Bezug von Strom. Sie sollen die erfolgreichen finanziellen Futures ergänzen, bei denen die Geschäftserfüllung durch Differenzzahlung zum Spotmarktpreis erfolgt. Dadurch können die EEX-Teilnehmer nach Bedarf finanzielle oder physische Produkte handeln und so buchhalterische Risiken steuern.

Darüber hinaus beschloss der Börsenrat, die Vorlaufzeit zur Veröffentlichung der Gebotskurven im Spotmarkt von sieben auf einen Tag zu verkürzen. Künftig werden die Gebotskurven also bereits nach der Auktion des Folgetages für Handelsteilnehmer einsehbar sein. Damit, so die Überzeugung der Börsenratsmitglieder, werde noch mehr Transparenz geboten.

"Die Mehrzahl unserer mittlerweile 123 Handelsteilnehmer kommt nicht aus Deutschland - daher werden wir uns künftig regelmäßig im Ausland treffen. Wien liegt im Zentrum eines hoch interessanten Strommarktes, und wir freuen uns, zeitgleich mit unserer ersten Sitzung hier die österreichische Handelszone Austrian Power Grid (APG) anzukündigen", kommentierte Dr. Jacques Piasko, Vorsitzender des EEX-Börsenrates.