Sicherheit

EEX bietet Clearing für außerbörsliche Termingeschäfte an

Mit dem Clearing für außerbörsliche Termingeschäfte soll das Ausfallrisiko der Gegenpartei effizient abgesichert werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Strombörse European Energy Exchange (EEX) das Clearing außerbörslicher Terminmarktgeschäfte (OTC-Clearing) anbieten. Die EEX übernimmt dabei als zentrale Gegenpartei das Kontrahentenrisiko. Sie verrechnet dabei Risiken aus offenen Position zur Minimierung der von den Teilnehmern zu stellenden Sicherheiten. Das OTC-Clearing soll nach Angaben der Börse im März dieses Jahres starten und wird außerbörslich gehandelte Terminprodukte umfassen, die identisch sind mit den Produkten am EEX Terminmarkt. Die aus der Fusion zwischen der EEX und LPX entstehende Gesellschaft wird dieses Dienstleistungsangebot fortführen.

Beim so genannten OTC-Clearing verwendet die EEX die gleiche Clearingstruktur wie beim börslichen Terminhandel. Die EEX als zentraler Kontrahent garantiert die Erfüllung aller Börsengeschäfte und trägt damit für die anderen Teilnehmer das Ausfallrisiko. Die notwendigen Sicherheiten beim Clearinghaus stellt die jeweilige Clearingbank, die Vertragspartner der Handelsteilnehmer ist. Zur Zeit bieten acht Großbanken Clearingdienstleistungen für die EEX an. "Im liberalisierten Strommarkt kommt der Absicherung des Ausfallrisikos der Gegenpartei eine immer größere Bedeutung zu," begründet Hans E. Schweickardt, Vorstand der EEX die Einführung des OTC-Clearing.

Zudem sinken nach Angaben der Strombörse durch das OTC-Clearing der EEX im Vergleich zum Handel außerhalb der Börse die Kosten für die Stellung von Sicherheiten, da Kauf- und Verkaufspositionen im Netting täglich miteinander verrechnet werden.