Zwischenbilanz

EEX auf erfreulichem Kurs

Auf ihrem Weg zu schwarzen Zahlen ist die European Energy Exchange AG (EEX) in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres ein erfreuliches Stück vorangekommen. Die ersten Weichen in Richtung Break-even konnten gestellt werden, zieht Dr. Hans-Bernd Menzel die Zwischenbilanz nach den ersten sechs Monaten im Amt des EEX-Vorstandsvorsitzenden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Entscheidend für Erfolgskurs und zunehmendes Wachstumstempo sind nach seinen Worten zum einen die neuen Geschäftsfelder, zum anderen die konsequente Verschlankung interner Prozesse und Organisationsstrukturen. "Jetzt ernten wir die ersten Früchte unserer anstrengenden Reorganisationsarbeit und Neuausrichtung", freut sich Menzel. Bei seiner Bewertung fällt besonderes Gewicht auf die hervorragende Entwicklung der erst Mitte Februar auf der diesjährigen E-World energy + water in Essen der Öffentlichkeit vorgestellten OTC-Clearing-Aktivitäten. "Dass sich dieser neue Bereich mit einem solchen Schwung entwickeln würde, wie wir ihn gegenwärtig erleben, hatten wir selbst nicht erwartet", unterstreicht auch Dr. Albert Moser, verantwortlich für den Bereich OTC-Clearing bei der europäischen Energiebörse, den Erfolg des Geschäftsmodells.

Im noch sehr jungen Geschäftsbereich EEX Consulting, der erst vor knapp einem Monat auf der Hannover Industriemesse der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sei die Entwicklung zwar bei weitem nicht so dynamisch, verlaufe jedoch im Rahmen der Erwartungen. "Wir haben inzwischen erste kleinere Aufträge erteilt bekommen und nehmen auch an internationalen Ausschreibungen bei Projekten in börsennahen Bereichen teil", konkretisiert der EEX-Vorstandschef. Insgesamt sieht sich die European Energy Exchange AG für ihren Weg mit Blick über das Jahr 2003 hinaus gut gerüstet. Aufgrund der inzwischen bereinigten Strukturen und Prozesse und der bereits angegangenen neuen Aktivitäten sei der Weg zu schwarzen Zahlen deutlich ebener als noch zum Jahresbeginn. "Bis zum Break-even muss aber immer noch ein gutes Stück zurückgelegt werden, das wir jetzt mit erhöhter Schlagzahl angehen", weiß Menzel trotz aller positiver Entwicklung der letzten Monate.