Unproblematische Netznutzung

EEG wickelt Netznutzung in Schleswig-Holstein ab

Die Energie Einkaufs- und Service GmbH (EEG) wickelt mittlerweile für zwei Drittel der schleswig-holsteinischen Stadt- und Gemeindewerke die Netznutzung ab. Das vereinfacht den komplizierten Vorgang für alle Beteiligten ungemein.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Etwa zwei Drittel aller Stadt- und Gemeindewerke in Schleswig-Holstein, die die Energie Einkaufs- und Service GmbH (EEG) gegründet haben, lassen ihre komplette Netznutzung inzwischen von der EEG abwickeln.

"Das Dienstleistungszentrum Netznutzung der EEG übernimmt mittlerweile alle mit der Netznutzung zusammenhängenden Abwicklungsschritte für die angeschlossenen Stadt- und Gemeindewerke", erläutert Hergen Thümler, zuständiger Bereichsleiter Technik. Dies fange bei der Kündigungsbestätigung an und beinhalte das komplette Vertragsmanagement bis hin zum periodischen Datenaustausch mit den Händlern, Bilanzkreisen und dem vorgelagerten Netzbetreiber. Der elektronische Datenaustausch zwischen den Werken und dem Dienstleistungszentrum garantiere eine ebenso einfache wie effiziente Abwicklung, so Thümler weiter. Auch Händlerrahmenverträge würden überwiegend zentral verhandelt und dann für die beteiligten Werke von der EEG in Vollmacht geschlossen. Durch die Bündelung der Kompetenz würden hier nicht nur die Werke entlastet, die Händler müssten auch nicht mehr mit jedem Werk einzeln verhandeln und sparen so Zeit und Kosten.

Klaus Mairhöfer, Geschäftsführer der EEG, weist dabei darauf in, dass durch die Zentralisierung von Know-how und Personal sowie von Hardware- und Softwareeinsatz die Werke gegenüber der dezentralen Abwicklung erhebliche Kosten einsparen. Die Werke würden damit auch in die Lage versetzt, von der ursprünglich weit verbreiteten Praxis der Beistellung jetzt auf eine tatsächliche Netznutzung umstellen zu können. Die zu Beginn der Liberalisierung bestehende Befürchtung einiger Werke, durch eine zu einfache Handhabung der Netznutzung die Fluktuation der Kunden in die Hände dritter Händler zu fördern, sei mittlerweile einem gesunden Selbstbewusstsein gewichen. Die Fluktuation sei zumindest in Schleswig-Holstein sehr gering und belaufe sich auf eine Größenordnung von nur ein bis zwei Prozent, heißt es von Seiten der EEG. Allerdings hätten die Kunden innerhalb der angebotenen Produkte der Werke gewechselt und diese Wechselquote mache zum Teil über 30 Prozent des Kundenanteils aus.