Industrierabatte

EEG-Umlage: Weitere Ausnahmen für die Industrie

Bei der Ökostrom-Umlage werden noch weitere Unternehmen in Deutschland entlastet. Die Rabatte gelten nun für zwei weitere Branchen der Metallverarbeitung. Gegner kritisieren unter anderem, dass die Ausnahmen letztendlich Verbraucher stärker belasten. Die Umlage wird nämlich auf den Strompreis umgelegt.

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Berlin (dpa/red) - Für die energieintensive Industrie in Deutschland gibt es zusätzliche Ausnahmen von der Ökostrom-Umlage. Der Bundestag erweiterte die Strompreis-Rabatte am Donnerstagabend auf zwei weitere Branchen der Metallverarbeitung: auf oberflächenveredelnde und wärmebehandelnde Unternehmen sowie auf die Hersteller von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen.

Nach Angaben der Koalition erhöht sich die Zahl der privilegierten Betriebe damit aber nur geringfügig. Betroffen seien lediglich rund 80 Unternehmen mit einem Jahres-Stromverbrauch von insgesamt etwa 0,75 Terawattstunden.

Mit der EEG-Umlage wird Ökostrom gefördert

Die Ökostrom-Umlage wird auf den Strompreis aufgeschlagen und dient der Förderung von umweltfreundlicher Energie aus Wasser, Wind und Sonne. Mehr als 2.000 energieintensive Unternehmen mit einem Stromverbrauch von über 100 Terawattstunden werden jedoch schon jetzt durch spezielle Rabatte teilweise von der Umlage entlastet. Die Zahl der Branchen, die von dieser Sonderregelung profitieren, steigt durch die jetzt beschlossene Reform von 219 auf 221.

Quelle: DPA