Kündigungsrecht

EEG-Umlage steigt: Bei Strompreiserhöhung handeln

Die Ökostrom-Umlage soll im kommenden Jahr wieder erheblich steigen. Wer dann eine Mitteilung über eine Strompreiserhöhung bekommt, muss das der Verbraucherzentrale zufolge nicht hinnehmen. In dem Fall gilt nämlich das Sonderkündigungsrecht und Alternativen gibt es genug.

Strompreise© gilles lougassi / Fotolia.com

Düsseldorf (dpa/tmn/red) - Die Ökostrom-Umlage steigt - falls ein Stromanbieter deshalb die Preise erhöht, haben Kunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Sie können also einfach den Anbieter wechseln, bevor die Preiserhöhung wirksam wird, erklärt Udo Sieverding, Energieexperte von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Im Streitfall hilft die Schlichtungsstelle Energie

Einige Versorger verweigerten ihren Kunden in diesem Fall jedoch eine vorzeitige Kündigung. Sie argumentieren, dass Kunden eine Erhöhung hinnehmen müssten, wenn es um eine reine Weitergabe der EEG-Umlage geht. Verbraucher sollten sich dann aber nicht abwimmeln lassen, sondern auf ihr Recht pochen und sich im Streitfall an die Schlichtungsstelle Energie wenden.

Sieverding: Strompreise sollten trotz höherer Ökostrom-Umlage stabil bleiben

Im kommenden Jahr soll die Ökostrom-Umlage nach Informationen der Deutschen Presseagentur von derzeit 6,170 Cent auf die Rekordhöhe von 6,354 Cent pro Kilowattstunde steigen. Nach Einschätzung von Sieverding sei allerdings nicht davon auszugehen, dass in der Folge die Strompreise für Kunden steigen. Die Energieunternehmer hätten bereits von den gesunkenen Börsenstrompreisen profitiert.

Einladung zum Stromanbieter-Wechsel

"Sollte es Stromversorger geben, die den Preis erhöhen, können Verbraucher dies als Einladung zum Wechseln nehmen", sagt Sieverding. Auf dem Strommarkt herrsche ein "munterer Wettbewerb". Wechseln Kunden aus der Grundversorgung in einen alternativen Tarif, können sie mehrere hundert Euro sparen. Auch wer Ökostrom beziehen will, muss nicht unbedingt mehr bezahlen. "Denn es gibt viele Ökostromanbieter, die sogar günstiger sind als der Grundversorger", erklärt der Verbraucherschützer. Auch hier lohnt sich also ein Preisvergleich.

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