Strompreise

EEG-Umlage könnte 2015 auf fast 7 Cent steigen

Die EEG-Umlage, die Verbraucher über ihre Stromrechnung mitbezahlen, wird weiterhin steigen. So könnte sie 2015 laut der vier großen Netzbetreiber auf fast sieben Cent klettern. Allerdings lagen diese mit ihrer Prognose zum kommenden Jahr bereits deutlich unter der Realität. Ökostrom soll weiter ausgebaut werden.

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Stuttgart (AFP/red) - Die Betreiber der Strom-Übertragungsnetze rechnen für das übernächste Jahr nicht mehr mit einem großen Sprung bei den Kosten für die Ökostrom-Förderung. Die sogenannte EEG-Umlage, welche die meisten Verbraucher über ihre Stromrechnung zahlen müssen, werde 2015 voraussichtlich zwischen 5,85 und 6,86 Cent liegen, erklärten die vier Unternehmen am Freitag. Zum 1. Januar 2014 steigt die Ablage von derzeit 5,28 auf dann 6,24 Cent je Kilowattstunde.

Betreiber lagen mit Prognose zu niedrig

Die Umlage für 2014 liegt entsprechend recht genau in der Mitte der Spanne, mit der die Netzbetreiber für das darauf folgende Jahr rechnen. Allerdings hatten die Gutachter, welche die Prognose im Auftrag der Unternehmen erstellen, in der Vergangenheit mit ihrer Vorhersage teilweise deutlich daneben gelegen. So sagten sie im vergangenen Jahr für 2014 eine Spannbreite von 4,89 und 5,74 Cent pro Kilowattstunde voraus; der nun festgelegte Wert von 6,24 Cent liegt also deutlich darüber.

70 Prozent mehr Ökostrom bis 2018

Insgesamt rechnen die vier Netzbetreiber weiterhin mit einem deutlichen Ausbau der Ökoenergie. Die Produktion grünen Stroms werde bis 2018 voraussichtlich auf über 200 Terawattstunden pro Jahr steigen, hieß es in der Prognose. Das wäre demnach eine Steigerung von 70 Prozent im Vergleich zum Wert von 2012. Über die umstrittenen festen Fördersätze, die Kritiker für die hohen Kostensteigerungen bei der Ökostrom-Förderung mitverantwortlich machen, wird dann der Prognose zufolge nur noch rund ein Viertel des Ökostroms gefördert werden.

Quelle: AFP