Stromkosten

EEG-Umlage für Haushalte könnte wieder steigen

Der Bundesverband Erneuerbarer Energien schätzt, dass sich die Umlage für erneuerbare Energien im kommenden Jahr wieder erhöhen könnte. Der Grund dafür seien aber nicht die gestiegenen Produktionskosten im Ökostrom-Segment, sondern neue Regelungen, die Wirtschaft und Industrie Vorteile einräumen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Wie die taz berichtet, vermutet der Bundesverband Erneuerbarer Energien, dass die EEG-Umlage nächstes Jahr steigen wird. Ein Anstieg um weitere 0,4 Cent pro Kilowattstunde sei möglich, was in einem Durchschnittshaushalt Mehrkosten von etwa 14 Euro im Jahr bedeuten würde. 2011 war die Umlage um fast 1,5 Cent pro kWh gestiegen.

Die Regierung habe der Wirtschaft Vergünstigungen eingeräumt und viele Firmen von der Umlage befreit. Die dadurch entstehenden Mehrkosten müsse der Verbraucher mit seiner Stromrechnung zahlen.

Ganzes Jahr in die Kalkulation einbeziehen

Zuvor war der Verband davon ausgegangen, dass die EEG-Umlage sich im kommenden Jahr nicht erhöhen werde. Sollte dies doch der Fall sein, läge das an Mängeln im Berechnungsverfahren, die durch Korrekturen im Folgejahr wieder ausgeglichen würden. Deshalb forderte der BEE, das letzte Quartal in die Berechnungen für das Folgejahr mit einzubeziehen. Im Herbst und Winter würde mehr Strom verbraucht, aber weniger Energie aus erneuerbaren Quellen wie Solarenergie produziert. Für eine faire Kalkulation sollte aber das Gesamtjahr berücksichtigt werden.