Förderung

EEG ist international beispielhaftes Instrument

Die Bundesregierung sieht die in Deutschland entwickelte Methode zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien als "überaus erfolgreich" an. Das international als beispielhaft angesehe Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) spare CO2 ein und schaffe Arbeitsplätze.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Zu diesem Schluss kommt der "EEG-Erfahrungsbericht 2007", der kürzlich im Bundeskabinett beschlossen wurde. Durch das Gesetz haben deutsche Hersteller eine weltweit führende Position im Bereich erneuerbare Energien entwickeln können, so Bundesumweltminister Gabriel. Das Förderinstrument habe sich bewährt und soll in seiner Struktur beibehalten werden, allerdings zeige der Erfahrungsbericht, dass in einigen Bereichen Feinjustierung stattfinden müssten. "So sollen die Vergütungen für Strom aus den einzelnen Sparten - Biomasse, Geothermie, Solarstrahlung sowie Wasser- und Windkraft - an die aktuelle Entwicklung angepasst werden", erklärt der Bundesumweltminister.

Durch EEG-Strom seien 2006 bereits 44 Millionen Tonnen CO2 vermieden worden. Erneuerbare Wärme und Treibstoffe sowie nicht-EEG-Strom hinzu gerechnet, seien sogar rund 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart worden. Die Zahl der Beschäftigten in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien stieg von 160.000 im Jahr 2004 auf rund 236.000 im Jahr 2006. Etwa 134.000, das heißt fast 60 Prozent davon, sind laut dem Bundesumweltministerium dem EEG zuzurechnen.

Die Mehrkosten für den Verbraucher durch das EEG lägen bei etwa 0,75 Cent pro Kilowattstunde Strom. "Die hohen Stromkostensteigerungen der letzten Zeit und die für den Jahreswechsel wieder angekündigten Preissteigerungen sind nicht auf das EEG zurückzuführen", betonte Gabriel.

Der Erfahrungsbericht empfiehlt, den Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von heute gut 13 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 25 bis 30 Prozent zu steigern und danach kontinuierlich weiter auszubauen. Auf der Grundlage des Erfahrungsberichts wolle die Bundesregierung noch vor der Klimakonferenz in Bali einen Entwurf der EEG-Novelle beschließen.