Rechenexempel

EEG: 20 Millionen Euro durch optimiertes Abwicklungsmodell sparen

Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbands WindEnergie und des Bundesverbands Neuer Energieanbieter könnten durch ein neues Abwicklungsmodell für Strom aus erneuerbaren Energien zwischen Händlern und Netzbetreibern 20 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Damit ist klar: Auch Stromkunden könnten eine Menge Geld sparen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat in Kooperation mit dem Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) einen Vorschlag für ein neues Abwicklungsmodell für Strom aus erneuerbaren Energien zwischen Händlern und Netzbetreibern vorgestellt. Dieses Modell soll die zeitliche Verfügbarkeit und tatsächliche Einspeisung des Stroms transparent machen.

"Wir wollen den Strom zu den Zeiten, an denen er verfügbar ist", sagt Dr. Henning Borchers, Geschäftsführer des bne. "Unser Vorschlag führt dazu, dass die Händler tagsüber, wenn der EEG-Strom auch tatsächlich eingespeist wird, mehr Strom bekommen. Dadurch ersetzt der EEG-Strom mehr teuren Spitzenlast-Strom, wodurch sich in der Summe mehr als 20 Millionen Euro für die Kunden einsparen lassen," so die Rechnung von Borchers.

Dr. Peter Ahmels, Präsident des BWE, kommentiert: "Die starren Regeln, wie EEG-Strom einzuspeisen und abzunehmen ist, wurden von den Übertragungsnetzbetreibern festgelegt. Dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz so hohe Kosten verursacht, liegt nicht am EEG an sich, sondern an den starren Marktregularien." Würden diese aufgeweicht, so Ahmels weiter, wären weitere Einsparungen im Millionenbereich möglich.

Um weitere Kostenentlastungen zu ermöglichen, setzen sich BWE und bne außerdem für die Schaffung einer einheitlichen Regelzone sowie für die Einführung des Intra-Day-Handels ein. Damit ist der Versuch gemeint, die Tagesschwankungen der Kurse auszunutzen und Positionen an einem Tag zu kaufen und wieder zu verkaufen.