Taskforce übergibt Vorschlagsliste

EDNA: Probleme beim Lieferantenwechsel schnell beseitigen

Einer der zentralen Prozesse in der Energiewirtschaft funktioniert immer noch nicht reibungslos: Der elektronische Datenaustausch beim Lieferantenwechsel leidet noch immer unter zu großen Interpretationsspielräumen bei der Definition des Datenformats. Jetzt hat die neue EDNA-Taskforce Lieferantenwechsel konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Systems vorgelegt.<br />

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Nachdem sich die EDNA-Initiative in den vergangenen Monaten intensiv mit der bestehenden Praxis des elektronischen Datenaustauschs beim Lieferantenwechsel auseinandergesetzt hat, macht sie jetzt konkrete Vorschläge, wie sich die noch bestehenden Schwachstellen in der Kommunikation ausmerzen lassen. Die neu gegründete "Taskforce Lieferantenwechsel" der EDNA-Arbeitsgruppe "Implementierung" hat erste Ergebnisse jetzt in einer Liste zusammengefasst und an die zuständigen Gremien des VDEW, des VDN und des Wirtschafts- und Arbeitsministerium übergeben.

Beteiligt an der Arbeit der EDNA-Taskforce sind auch Vertreter von Yello Strom, LichtBlick und EnDaNet, deren konkrete Erfahrungen mit der Praxis des Lieferantenwechsels ebenfalls in die Vorschlagsliste eingeflossen sind. "Insgesamt haben wir festgestellt, dass die derzeitigen Definitionen des Standards nach Best-Practice zahlreiche Interpretationsspielräume aufweisen. Diese gilt es durch eindeutige Festlegungen umgehend zu beseitigen, da sie unserer Erfahrung nach derzeit mit dafür verantwortlich sind, dass der Datenaustausch beim Lieferantenwechsel nach wie vor nur schleppend funktioniert", erläuterte Matthias Wippler von VATECH SAT und Leiter der EDNA-AG Implementierung.

Mit ihrem Vorstoß will die EDNA-Intiative dazu beitragen, dass die Praxiserfahrungen schnellstmöglich in die bestehenden Standards einfließen. Die aktuellen Standards sind auch Grundlage für die Zertifizierung und den Einsatz der EDNA- Testmaschine, mit der ab Sommer das neue EDNA-Qualitätssiegel vergeben und so für mehr Investitionssicherheit im Markt für Energiedatenmanagement-Systeme gesorgt werden soll.