IT-Standards

EDNA fordert rasche Einigung bei den Regeln für den Energiemarkt

Die EDNA-Initiative e.V. fordert die Verbände und die Bundesnetzagentur auf, sich bei der Festlegung der Marktregeln möglichst schnell zu einigen, da jede Verzögerung den Zeitdruck und damit auch den Aufwand für die Umsetzung bei der Implementierung in IT-Systeme der Energiewirtschaft erhöhe.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Esslingen/ Frankfurt (red) - Nach Ansicht der EDNA-Initiative kann nur so der "Grundsatz der Verhältnismäßigkeit" gewahrt bleiben und der Aufwand für die Einführung im Rahmen gehalten werden. "Der Zeitplan zur Umsetzung des EnWG ist sehr eng gesteckt. Ein weitere Verzögerung bei der Umsetzung der Marktregeln mit Hilfe der IT-Systeme kann auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht in keinem Fall im Interesse der Marktpartner sein", betont Dirk Heinze, Vorsitzender der EDNA-Initiative. Er tritt gleichzeitig Vorwürfen entgegen, die EDNA-Initiative, wolle ein drittes, von den Vorschlägen der Verbände abweichendes Modell entwickeln.

"Die EDNA definiert keine Marktregeln! Ihre Aufgabe ist es, die Umsetzung der Marktprozesse für die EDNA-Mitgliedsunternehmen und in der Folge auch für deren Kunden so effizient wie möglich zu gestalten, und zwar auf Basis einheitlich definierter Regeln", so Heinze. Die EDNA-Initiative sieht hier deswegen die Verbände und die Bundesnetzagentur in der Pflicht, schnell für klare Vorgaben zu sorgen. Gleichzeitig erneuert sie ihre Einladung an die SAP und die IDEX-Initiative, bei der Umsetzung dieser Vorgaben gemeinsam vorzugehen und eng zusammenzuarbeiten.

Das Hauptziel der EDNA-Initiative e.V. sei es, die Marktprozesse so effizient wie möglich zu gestalten und zu automatisieren. Wichtige Instrument sollen dabei das EDNA-Qualitätssiegel und das Zertifizierungsverfahren mit Hilfe der EDNA-Testmaschine sein, in der die Marktprozesse abgebildet und getestet werden können. Bislang wurde die Testmaschine für die Prozesse des Fahrplanaustauschs und des Austauschs der Verbrauchsdaten eingerichtet, da hier bereits einheitliche Marktregeln definiert und Austauschformate wie "ESS" bzw. "MSCONS" verfügbar sind. Prozesse wie der Lieferantenwechsel oder der Austausch von Rechnungsdaten sollen folgen, sobald sich die Verbände und die Bundesnetzagentur auf entsprechende Vorgaben geeinigt haben.

Weiterführende Links