EAM zertifiziert Windstrom für europäischen Zertifikatshandel

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Energie-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland (EAM) zertifiziert in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Energieversorgungsunternehmen Nuon Windstrom für den europäischen Zertifikatshandel.


Dieses Projekt sei beispielhaft für den sich gerade entwickelnden Handel mit Umweltzertifikaten in Europa: Kunden aus den Niederlanden kaufen ihren herkömmlichen Strom zu einem höheren Preis als gewöhnlich ein. Durch die Umweltzertifikate wird ihnen jedoch garantiert, das irgendwo in Europa, beispielsweise im Windpark Peckelsheim, die gleiche Menge an Strom aus regenerativer Energie erzeugt wird. So würde der Anteil des grünen Stroms im Gesamtstrommix in Europa, erklärt ein Sprecher der EAM.


Das Prinzip beim Handel mit diesen "grünen Zertifikaten" sei die Trennung zwischen physischer Stromlieferung und dem von den Kunden gewünschten Umweltnutzen. Die Vorteile dieses Prinzips lägen in der leichten Handelbarkeit der Zertifikate. Es sei außerdem offen für den europaweiten Handel im europäischen Strombinnenmarkt. Das Zertifikatsystem eröffne darüber hinaus die Möglichkeit eines wirtschaftlich effizienten Einsatzes von regenerativen Energien.


Gestern eröffnete Nuon den Windpark Peckelsheim. Der hier erzeugte Strom wird in das EAM-Netz eingespeist. Die mit der regenerativen Stromerzeugung verbundenen Umweltvorteile werden von der EAM in Form von Zertifikaten verbrieft. Die EAM steht damit als "Herausgeberin" handelbarer Umweltzertifikate am Beginn einer internationalen Handelskette. Nuon mit Sitz in Baarn ist eines der größten niederländischen Energieversorgungsunternehmen. Es liefert an etwa fünf Millionen Kunden Strom, Gas, Wärme und Wasser. In das Netz der EAM wurden von Januar bis September dieses Jahres fast 91,9 Millionen Kilowattstunden Strom aus Windkraft eingespeist, das ist eine Steigerung von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.