Bilanz 2002

EAM steigert Umsatzerlöse

Die Energie-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland (EAM) konnte im Jahr 2002 ihre Umsatzerlöse erneut steigern. Obwohl der Stromabsatz insgesamt sank, wurde ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. Dies erläuterten die EAM-Vorstandsmitglieder Christian Simon und Wolf Hatje im Rahmen der Bilanzpressekonferenz gestern in Kassel.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Stromabsatz im Jahr 2002 betrug 9.523 Millionen Kilowattstunden und lag damit um 356,1 Millionen Kilowattstunden unter dem Vorjahreswert. An Privatkunden wurden 33,9 Prozent, an Geschäfts- und Industriekunden 40,9 Prozent und an Vertriebspartner 25,2 Prozent verkauft. Die allgemein ungünstige Konjunkturentwicklung in Verbindung mit dem harten Wettbewerb führte im Geschäftsjahr 2002 zu einem Absatzrückgang bei den Geschäfts- und Industriekunden von 5,6 Prozent. Insgesamt wurden an diese Kundengruppe 3.894 Millionen Kilowattstunden verkauft. An Privatkunden wurden 3.229,8 Millionen Kilowattstunden verkauft, damit blieb der Absatz auf Vorjahresniveau.

Geschäftsergebnis

Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber 2001 um 4,4 Prozent auf 681,6 Millionen Euro. Bei einem Absatzrückgang von insgesamt 3,7 Prozent ist die Umsatzsteigerung nach Unternehmensangaben im Wesentlichen auf eine den neuen Marktbedingungen angepasste Preispolitik zurückzuführen. Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge um 262,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr resultiere in erster Linie aus einem Buchgewinn in Höhe 244,7 Millionen Euro, der durch den Verkauf eines E.ON-Aktienpakets realisiert wurde. Dieser steht in Zusammenhang mit der Übernahme der Mehrheit der EAM-Aktien durch die E.ON Energie AG im Frühjahr 2002. Der Bilanzgewinn der EAM beträgt 104,8 Millionen Euro. Es konnte ein Jahresüberschuss von 209,5 Millionen Euro erzielt werden.

Strombezug und eigene Stromerzeugung

Den größten Teil ihres Stroms bezieht die EAM von der E.ON Sales & Trading. Zur eigenen Stromerzeugung betrieb die EAM im Jahr 2002 insgesamt 18 Blockheizkraftwerke, drei Deponiegaskraftwerke, fünf Wasserkraftwerke, drei Photovoltaikanlagen, zwei Windkraftanlagen, eine Klärgas-Verstromungsanlage sowie ein Heizkraftwerk (Universität Göttingen). Die gesamte Eigenerzeugung lag im Jahr 2002 bei 146,2 Millionen Kilowattstunden (Vorjahr 136,6 Millionen Kilowattstunden.