EAM legt zufriedenstellendes Geschäftsergebnis vor

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Energie-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland EAM hat in einem Pressegespräch heute in Kassel auf ein erfolgreiches Jahr 2000 zurückgeblickt. Der Stromabsatz bei der EAM werde im ablaufenden Jahr um voraussichtlich 0,4 Prozent auf 9813,4 Gigawattstunden (GWh) steigen, berichtete der Vorsitzende des Vorstandes der EAM, Udo Cahn von Seelen. Im Wesentlichen erkläre sich diese Absatzsteigerung durch den um fünf Prozent höheren Stromverbrauch der Industriekunden. Auch der Stromabsatz bei den Privatkunden sei insgesamt um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Jedoch habe sich der Stromabsatz bei den Haushalten mit Elektrospeicherheizungen aufgrund geringerer Anlagenzahlen und Anschlusswerte rückläufig entwickelt. Auch die milde Witterung im Jahr 2000 habe hier eine Rolle gespielt. Die Stromabgabe an die weiterverteilenden Versorgungsunternehmen (Stadtwerke, die ihre Kunden mit EAM-Strom beliefern) werde im Vergleich zum Vorjahr geringfügig sinken. Dieser Rückgang erkläre sich dadurch, dass z. B. einige Gemeinden jetzt direkt von der EAM mit Strom versorgt würden.


Im Jahr 2000 werden die Umsatzerlöse voraussichtlich bei 1,25 Milliarden Mark liegen. Der Rückgang von etwa zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr sei allein durch den weiteren Verfall der Strompreise begründet, so Cahn von Seelen weiter. Der Jahresüberschuss wird voraussichtlich etwa auf Vorjahreshöhe liegen. Dass dieser Jahresüberschuss trotz Umsatzrückgängen erzielt werden könne, begründet sich in verstärktem Kostenmanagement und geringeren Investitionen. Das Unternehmen werde in der Lage sein, eine Dividende auf Vorjahreshöhe zu zahlen, so der Vorstandsvorsitzende.


Nach den aktuellen Planungen erhöht die EAM im Jahr 2001 das Investitionsvolumen um etwa 40 Millionen Mark auf insgesamt etwa 171 Millionen Mark. Das ist 30 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtete Udo Cahn von Seelen. Im Mittelpunkt der geplanten Maßnahmen steht die Erneuerung von Anlagen, besonders im Hoch- und Mittelspannungsnetz. Weitere Schwerpunkte sind Maßnahmen der EAM-Tochterunternehmen AM Line GmbH und EAM-Wasserversorgung GmbH. Für die Erneuerung ihrer Netzanlagen wird die EAM im Jahr 2001 etwa 30 Millionen Mark ausgeben. Zusätzlich ständen noch einmal etwa 40 Millionen Mark für Hausanschlüsse von neuen Tarifkunden, für Siedlungserschließungen, für Neuanschlüsse von Industrie- und Gewerbekunden und die Verstärkung vorhandener Netzanlagen bereit. Weitere Mittel seien für die Bereiche Datenverarbeitung und Kommunikationstechnik vorgesehen.


Der Vario-Tarif der EAM werde auch mit Inkrafttreten der dritten Stufe der Ökosteuer zum 1. Januar konstant bleiben, betonte Cahn von Seelen. Etwa 270 000 Privatkunden hätten sich bis Ende 2000 für das für Mehrpersonenhaushalte günstigste Strompreisangebot der EAM entschieden. Ab Beginn des kommenden Jahres wird die EAM die gesetzlichen Mehrbelastungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und der Ökosteuer an die Kunden der allgemeinen Tarife (Komfort und Basis, Erhöhung um 1,04 Pf/kWh netto) weitergeben.