Energieautark

E-Plus betreibt ersten Sendemast nur mit Ökostrom

Deutschlands drittgrößter Mobilfunk-Netzbetreiber hat zusammen mit dem Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks in Versmold die nach eigenen Angaben deutschlandweit erste auf Ökostrom basierende Sendestation in Betrieb genommen. Weitere solche Standorte sollen folgen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/München (red) - Die Station produziert den benötigten Ökostrom vor Ort eigenständig durch Photovoltaik, Windkraft und eine Brennstoffzelle und legt damit den Grundstein für eine klimaneutrale Netztechnik der Zukunft. Zurzeit werden laut E-Plus noch etwa 85 Prozent des Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters für das Netz benötigt.

Angetrieben durch Ökostrom

Das Herzstück der Stromversorgung bilde ein "Green Energy Controller", der die drei Energiequellen steuert und eine Fernwartung des Standortes ermögliche. Die Photovoltaik ist nicht wie gewöhnlich rein statisch montiert, sondern die Solarzellen folgen mit Hilfe eines Tracking-Systems automatisch dem Sonnenverlauf, wodurch eine höhere Effizienz erreicht werden könne.

Wasserstoff-Brennstoffzelle für den Notfall

Die Windenergie wird durch eine vertikale Windturbine auf der Spitze des Antennenmastes gewonnen. Durch mechanische Anpassungen füge sich die Windturbine besser an den Antennenträger an und wirke dadurch deutlich unauffälliger als übliche Windkraftanlagen. Für den Fall einer Unterversorgung durch Ökostrom aus Wind bzw. Sonne komme eine Wasserstoff-Brennstoffzelle zum Einsatz.

Weitere energieautarke Standorte sollen noch dieses Jahr folgen, so die Ankündigung.