Investitionsschwerpunk?

E.ON zieht es nach Russland

Von seinem Besuch in St.Petersburg ist E.ON-Chef Ulf Bernotat mit verschiedenen Projekten im Gepäck wiedergekommen. Die Beteiligung an einem neuen Gaskraftwerk in der Region Tula südlich von Moskau scheint so gut wie sicher, die Beteiligung am Bau einer neuen Gaspipeline durch die Ostsee ist angedacht. Auch über den Verkauf der VNG-Anteile ist noch nicht entschieden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge, plant der deutsche Energieversorger E.ON einen Einstieg in den russischen Markt. Allerdings sollen erst Anfang nächsten Jahres die Prüfungen dazu abgeschlossen werden.

Obwohl noch in den Sternen steht, ob Russland für E.ON zu einem Investitionssschwerpunkt wird, will sich der zu den drei größten deutschen Energieversorgern zählende Konzern mit 100 Millionen Euro am Projekt eines neuen Gaskraftwerkes in der Region Tula südlich von Moskau beteiligen. Auch der Bau einer neuen Gaspipeline durch die Ostsee mit einem Volumen von knapp sechs Milliarden Euro ist im Gespräch. Hier soll laut "Handelsblatt" demnächst von E.ON-Ruhrgas, der BASF-Tochter Wintershall und dem russischen Gasproduzenten Gazprom eine Absichtserklärung unterzeichnet werden.

E.ON-Chef Bernotat gab gleichzeitig bekannt, dass die Entscheidung über den Verkauf der Anteile am ostdeutschen Gasversorger VNG noch nicht gefallen ist. Derzeit würden die Angebote geprüft. Angebote dür die rund 40-Prozent-Beteiligung liegen u.a. von Gaz de France und Gazprom vor. Auch der der staatliche norwegische Energieversorger Statkraft hatte laut "Handelsblatt" am Freitag bekannt gegeben, für die E.ON-Anteile an VNG und EWE geboten zu haben.

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