Keine Notwednigkeit mehr

E.ON zieht den Antrag für ein Zwischenlager am Standort Stade zurück

Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz hat E.ON den Antrag für ein Zwischenlager beim Atomkraftwerk Stade zurückgezogen. Stade soll 2003 stillgelegt werden.

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Die E.ON Kernkraft GmbH hat den Antrag für eine Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente in einem Zwischenlager am Standort Stade zurückgezogen. Damit reduziert sich die Anzahl der Kraftwerksstandorte mit geplanten dezentralen Zwischenlagern auf zwölf. Das teilte jetzt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit.

E.ON hat im Juli 2001 die Stilllegung des Kernkraftwerks Stade beim Niedersächsischen Umweltministerium beantragt. Die endgültige Abschaltung ist für das Jahr 2003 vorgesehen. Nachdem der Atomkonsens unterzeichnet ist und die abgebrannten Brennelemente zur Wiederaufarbeitung nach Frankreich abtransportiert werden sollen, sieht E.ON keine Notwendigkeit mehr für die Errichtung eines Zwischenlagers am Standort Stade. BfS-Präsident Wolfram König: "Ich begrüße die Entscheidung der E.ON Kernkraft GmbH, das Atomkraftwerk Stade vorzeitig vom Netz zu nehmen. Bei einer Abschaltung im Jahr 2003 macht die Errichtung eines Zwischenlagers, das erst im Jahr 2005 verfügbar sein könnte, keinen Sinn mehr."