Forderung

E.ON will von Gazprom Preissenkung für Gas

Der deutsche Energieriese E.ON will eine weitere Preissenkung beim russischen Gaskonzern Gazprom erreichen. Die Gastochter Eon Ruhrgas, die der größte europäische Kunde von Gazprom ist, dränge auf neue Zugeständnisse ihres Lieferanten, sagte ein Gazprom-Mitarbeiter der russischen Zeitung "Wedomosti".

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Moskau (afp/red) - Grund ist demnach, dass die Gaskunden von E.ON selbst auf niedrigere Preise dringen. Gazprom steht unter Druck, da sein größter europäischer Konkurrent, der norwegische Gasanbieter Statoil, bereits akzeptiert hat, bis zu 30 Prozent seines Gases zum aktuellen Marktpreis zu verkaufen.

Gazprom setzt hingegen auf lange Lieferverträge, deren Preise derzeit deutlich über dem Marktpreis liegen. Anfang des Jahres hatte Gazprom laut "Wedomosti" bereits einer Kürzung der Gasrechnung von mindestens fünf großen Abnehmern zugestimmt, darunter neben Eon Ruhrgas auch die deutsche Wingas und die französische GDF Suez.

Der Gaspreis ist in Deutschland in den meisten Verträgen an den Ölpreis gekoppelt und folgt ihm mit einem Abstand von einigen Monaten. Dadurch sind die Preise in der Wirtschaftkrise gesunken. Im ersten Halbjahr 2010 blieben die Gaspreise für die deutschen Verbraucher nach Berechnungen von Verivox stabil, nun dürften sie zu Beginn der Heizsaison im Herbst allerdings wieder steigen. Mit einem Gaspreisvergleich haben Sie die Möglichkeit, einen günstigeren Gasanbieter zu finden.