Sinnvoll?

E.ON will Stromnetz verkaufen

E.ON erwägt einem Medienbericht zufolge den Verkauf seines Stromnetzes an den holländischen Netzbetreiber Tennet. "Wir glauben, dass es sinnvoll sein könnte, auch über die Grenzen hinweg Unternehmen zusammenzuführen", sagte E.ON-Finanzvorstand Marcus Schenck.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - "Denkbar wäre, dass ein Netzbetreiber, der etwa sowohl in Holland als auch in Deutschland tätig ist, einen höheren Anreiz hat, an den Verbindungsstücken zwischen den beiden Ländern zu arbeiten, als ein rein inländischer", sagte Schenck der "Börsen-Zeitung" laut einem am Dienstag veröffentlichten Interview. Er habe damit indirekt einen möglichen Verkauf des E.ON-Stromnetzes an Hollands Netzbetreiber Tennet angedeutet.

Am wichtigsten sei, dass die Verbindungsstücke zwischen regionalen Märkten ausgebaut werden. Dies sei der größte Hebel für grenzüberschreitenden Wettbewerb.

Das größte Risiko für die Ergebnisentwicklung bis 2010 sieht E.ON in den Sparten Netze und Gas. Beim Gas beispielsweise gebe es momentan mehr Volumina im deutschen Markt, "die um Kunden streiten - was jetzt schon zu einem Margendruck geführt hat". Ein zentrales Thema seien darüber hinaus die steigenden Importkosten für Gas, die zu einem hohen Ergebnisdruck führten. "Wir können diese höheren Kosten nur mit zeitlicher Verzögerung weiterreichen", erklärte Schenck bezüglich möglicher Gaspreissteigerungen.