Forderungen

E.on will milliardenschweren Schadenersatz für Atomausstieg

Der Energiekonzern E.on fordert im Streit mit der Bundesregierung um den Atomausstieg eine Entschädigung in Milliardenhöhe. "Wir reden über substanzielle wirtschaftliche Interessen", sagte der Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen der "Süddeutschen Zeitung" am Samstag.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (dapd/red) - Eine Beschwerde vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe solle den Weg freimachen für eine Schadenersatzklage gegen den früheren Atomausstieg vor den Zivilgerichten.

Klage auch gegen Atomsteuer

Auch gegen die Anfang dieses Jahres eingeführte Brennelementesteuer geht der Konzern gerichtlich vor. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Steuer mit einigen Prozent Zinsen zurückbekommen", sagte Teyssen.

Atomausstieg beschäftigt auch Vattenfall

Auch der schwedische Konkurrent Vattenfall hatte bereits angekündigt, gegen den Atomausstieg zu klagen. Allein diese Entscheidung habe den Konzern im zweiten Quartal umgerechnet 1,1 Milliarden Euro an Wertberichtigungen und Rückstellungen für die deutschen Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel gekostet.