Wegen Beschaffungskosten

E.ON will die Strompreise anheben

Neben der Essener RWE AG werden am 15. August auch Regionalversorger des Düsseldorfer E.ON-Konzerns bei den zuständigen Länderbehörden die Genehmigung von Strompreis-Erhöhungen mit Wirkung zum 1. Januar 2007 beantragen. Das sagte ein Sprecher der E.ON-Vertriebstochter E.ON Energie der "Berliner Zeitung".

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Zu diesem Schritt gebe es schon deshalb keine Alternative, weil die von der Bundesregierung beschlossene Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte Anfang 2007 auch auf die Stromtarife durchschlage, so der Unternehmenssprecher am Samstag.

Darüber hinaus macht E.ON aber ebenso wie RWE vor allem gestiegene Beschaffungs- und Brennstoffkosten als Grund für die erneute Preisanpassung geltend. Zur Dimension der angestrebten Strompreiserhöhung - die sich nach Informationen der Zeitung ohne Berücksichtigung des höheren Mehrwertsteueraufwands auf rund sechs Prozent belaufen soll - wollte sich E.ON Energie zunächst nicht äußern. Der Grund: Dem E.ON-Konzern liegen - mit Ausnahme der Thüringer Energie AG - noch keine endgültigen Bescheide der Bonner Regulierungsbehörde zu den beantragten Netzentgelten vor, schreibt das Blatt.

Nach einem Bericht der "Tageszeitung" aus Berlin wollen EnBW und Vattenfall Europe ihre Preise zunächst stabil halten. EnBW hatte zum 1. Juli seine Preise um 4,5 Prozent erhöht und plant den Angaben zufolge zur Zeit keine weiteren Schritte. Auch Vattenfall will die Preise bis Mitte des nächsten Jahres unverändert lassen. Allerdings werde die Mehrwertsteuererhöhung ab Januar an die Kunden weitergegeben, sagte ein Sprecher gegenüber der Zeitung.