Irreführung

E.ON Werbekampagne von Landgericht München gestoppt

Die Hansestrom GmbH hat gegen die MixPower-Kampagne des Stromkonzerns E.ON eine einstweilige Verfügung erwirkt. Sie sei eine bewusste Irreführung von Verbrauchern.

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Die Hansestrom GmbH hat vor dem Landgericht Hamburg einen einstweilige Verfügung gegen die Werbekampagne von E.ON für das Stromprodukt MixPower erwirkt.

Das Gericht bestätigte damit die Argumentation von Hansestrom-Anwalt Andreas Grigoleit, der darin eine bewusste Irreführung von Verbrauchern und Kunden sieht. Schon in der aktuellen Ausgabe des Marketingmagazins w&v kritisieren Verbraucherschützer das Vorgehen von E.ON. In der Werbung würde eine freie Wahl der Energiequellen versprochen, die technisch nicht möglich sei. Keinem Haushalt könne aus bestimmbaren Quellen hergestellter Strom geliefert werden. Hansestrom hat auch erwirkt, dass MixPower nicht mehr als "umweltorientiert" bezeichnet werden darf, so lange es Strom aus Kernkraftwerken enhalte.

Schon im August unterlag E.ON vor dem OLG München der AG Wasserkraftwerke Baden-Württemberg. Damals sahen die Richter in der Werbekampagne um AquaPower die Gefahr, dass ein nicht unbeachtlicher Teil der potenziellen Stromkunden denken könnte, nach einem Vertrag mit E.ON sei er in der Lage, dem Netz nur umweltfreundlichen Strom entnehmen zu können.