Zum 1. Juli

E.ON verzichtet zunächst auf Gaspreiserhöhungen

Zum 1. Juli wird es bei E.ON und seinen Regionalversorgern in Helmstedt, Regensburg, Fürstenwalde, Quickborn, Kassel, Erfurt und Paderborn keine Gaspreiserhöhungen geben. Das bestätigte am Wochenende ein E.ON-Sprecher. Wie es im Herbst allerdings aussieht, ist noch unklar.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Klagewelle der Verbraucher und der vereinte Druck von EU-Kommission, Bundes- und Länderministern sowie von Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur gegen die hohen Energiepreise zeigen offensichtlich Wirkung: Obwohl die Gasimportpreise auch in den letzten Monaten mit dem Ölpreis weiter gestiegen sind, verzichtet E.ON darauf, die Gaspreise zum 1. Juli weiter anzuheben.

Ein Sprecher der Münchner Konzerntochter E.ON Energie sagte der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe): "Wir werden bei unseren Regionalversorgern zum 1. Juli definitiv keine Gaspreiserhöhungen vornehmen."

Mehrere Millionen Haushaltskunden der regionalen E.ON-Verteilerunternehmen in Helmstedt, Regensburg, Fürstenwalde, Quickborn, Kassel, Erfurt und Paderborn können sich so wenigstens über die Sommermonate hinweg über stabile Gaspreise freuen, schreibt das Blatt. Doch im Herbst, spätestens aber zum Jahreswechsel drohe das böse Erwachen. Spätestens dann kämen die Gasversorger nicht mehr umhin, die Lieferpreise gegenüber den Endkunden auf breiter Front anzupassen.

Seit Jahresbeginn haben sich die Gasimportpreise dem Bericht zufolge bereits um über 13 Prozent erhöht. Bei einer Fortsetzung der Entwicklung könnten die Haushaltspreise für Erdgas ausgerechnet zum Beginn der Heizsaison mit einem Schlag um einen zweistelligen Prozentsatz klettern.

Im Gegensatz zu E.ON hat der Essener RWE-Konzern laut Bericht bei einem Teil seiner Verteilerunternehmen die Gaspreise in den vergangenen Wochen bereits angepasst, so dass zum 1. Juli Preisanhebungen nur noch bei einem oder zwei RWE-Regionalversorgern anstehen. Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW hatte jüngst ebenfalls eine Anhebung der Gaspreis wegen der deutlich höheren Vorlieferantenpreise zum 1. Juli um netto 0,25 Cent pro Kilowattstunde bekannt gegeben.