Virtuelles Kraftwerk

E.ON versteigert 250 Megawatt Erzeugungskapazität

Im September dieses Jahres will E.ON Sales & Trading eine Erzeugungskapazität von insgesamt 250 Megawatt versteigern. Ab sofort können sich Industrieunternehmen, regionale Energieversorger, Stadtwerke und Händler zur Teilnahme an der Auktion anmelden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (red) - Die entsprechenden Strommengen kommen aus einem virtuellen Kraftwerk. Bei der Auktion erfolgreiche Kunden haben damit beim künftigen Strombezug die gleiche Wahlmöglichkeit wie ein Besitzer von Erzeugungskapazitäten, ohne sich tatsächlich an einem Kraftwerk beteiligen zu müssen.

Das neue Produkt trägt den Namen "Virtual Power Plant". Der Kunde kann im Laufe der Jahre 2008 und 2009 je nach Marktlage täglich entscheiden, ob er von seinem Bezugsrecht Gebrauch macht oder Strom zum aktuellen Börsenpreis kauft. Bezieht er aus dem virtuellen Kraftwerk, wird sein Strom auf Basis der dann aktuellen Marktpreise für Steinkohle und CO2 abgerechnet (Arbeitspreis). Hinzu kommt ein monatlicher Grundpreis, der in der Versteigerung ermittelt wird (Leistungspreis). Abhängig vom Erfolg des Produktes im Markt seien weitere Auktionen in den Folgejahren geplant, teilte E.ON mit.

Klaus Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von E.ON Sales & Trading, sieht das VPP-Produkt ideal geeignet als Beimischung in einem diversifizierten Beschaffungsportfolio. Es biete dem Kunden mehr Entscheidungsspielraum als die derzeit handelbaren Standardprodukte. Dabei könne der Kunde wie ein Kraftwerksbetreiber handeln, ohne die Risiken des tatsächlichen Kraftwerksbetriebs tragen zu müssen.

Eine Registrierung für die Versteigerung ist ab sofort auf der Internetseite eon-sales-and-trading.com möglich.