Bilanz

E.ON verdient erneut kräftig - Höhere Investitionen geplant

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat im vergangenen Jahr erneut kräftig am Geschäft mit Strom und Gas verdient. Der Gewinn sei um neun Prozent auf über fünf Milliarden Euro gestiegen, teilte der Vorstandschef Wulf Bernotat mit. Gleichzeitig verteidigte er die Pläne zum Verkauf des Stromnetzes.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Mit seiner vorgestellten Bilanz für das abgelaufene Jahr erfüllte E.ON die Erwartungen von Experten. So erhöhte sich der um außergewöhnliche Effekte bereinigte Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis legte den Angaben zufolge um 10 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro zu. Der Umsatz erhöhte sich um 7 Prozent auf 68,7 Milliarden Euro. Aktionäre sollen an der Entwicklung mit einer von 3,35 Euro auf 4,10 Euro angehobenen Dividende pro Aktie teilhaben.

Für 2008 stellte der Konzern weiteres Wachstum in Aussicht. Das bereinigte Ebit soll noch einmal um fünf bis zehn Prozent steigen. Auch für den bereinigten Überschuss erwartet der Konzern einen leichten Anstieg. Die im DAX notierte Aktie legte bis zum Nachmittag 3,1 Prozent auf 125,63 Euro zu und führte damit die Gewinnerliste im Leitindex an.

Bernotat kündigte zudem eine Ausweitung des Investitionsprogramms bis 2010 um weitere 9 Milliarden Euro an. Allein von 2008 bis 2010 seien nun Investitionen von rund 50 Milliarden Euro vorgesehen. Allein 38 Milliarden Euro sollen dabei in die Stromerzeugung und -versorgung fließen. E.ON plant den Angaben zufolge in Europa und Russland derzeit 17 neue Kohle- und Gaskraftwerke, davon fünf in Deutschland. Auch der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung soll deutlich erhöht werden.