Zusammenarbeit

E.ON und Telekom bandeln beim Smart Metering an

Deutschlands größter Energieversorger und Deutschlands größter Telekommunikationskonzern prüfen derzeit, wie sie beim Aufbau intelligenter Stromnetze zusammenarbeiten können. Erste Details nannte E.ON-Chef Johannes Teyssen gegenüber der "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe).

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (afp/red) - Hierzu habe es bereits einzelne Gespräche mit Telekom-Chef René Obermann gegeben. Um eine Zusammenarbeit in Form von Unternehmensbeteiligungen gehe es dabei aber nicht, sagte Teyssen.

Intelligente Stromnetze sind ein Zukunftsmarkt für die Energie- und Telekommunikationsbranche. Allerdings steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen. In intelligenten Stromnetzen verständigen sich Stromerzeuger und Energieabnehmer untereinander automatisch über Datenleitungen. So könnten Haushalte durch neuartige Stromzähler Energie zum finanziell günstigsten Zeitpunkt beziehen - etwa nachts, wenn der Stromverbrauch besonders gering ist.

Für die Energiewirtschaft sind intelligente Netze bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien bedeutsam. Bei Windflauten oder schlechtem Wetter etwa kann damit künftig die Stromerzeugung durch Wind und Sonne deutlich genauer als bisher durch Energie aus anderen Quellen ausgeglichen werden. Die Telekom hatte bereits vor einigen Monaten das Geschäft mit intelligenten Netzen zum Wachstumsfeld erklärt.