In Ungarn und Tschechien

E.ON und RWE tauschen Aktien

RWE Energy und E.ON Energie tauschen Aktienbeteiligungen in Tschechien und Ungarn. Durch die Neuordnung in beiden Ländern sollen klarere Beteiligungsstrukturen in der tschechischen und ungarischen Gaswirtschaft und ein intensiverer Wettbewerb entstehen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Im Zuge des Aktientauschs in Tschechien erhält die E.ON Czech Holding (ECH), eine Tochtergesellschaft der E.ON Energie, 46,66 Prozent der Anteile am Versorger JCP. Damit hält die ECH künftig etwa 60 Prozent der Anteile an JCP und erwirbt damit die erste E.ON-Mehrheit an einem tschechischen Gasverteiler. Darüber hinaus erhält die ECH 49,3 Prozent des Prager Gasversorgers PP. Die ECH baut ihre Anteile am Hauptaktionär der PP, der Prazska plynarenska Holding um den RWE-Anteil von 25 auf 49 Prozent aus.

RWE Energy erhält in Tschechien im Gegenzug von der ECH einen Anteil von 14,27 Prozent am Versorger STP, einen Anteil von 16,52 Prozent am Versorger VCP, einen Anteil von 9,57 Prozent am Versorger SMP sowie zu einem späteren Zeitpunkt einen Anteil von 47,87 Prozent an der ZCP. Durch den Ausbau der bisherigen Mehrheitsbeteiligungen auf 96,4 Prozent (STP), auf 67,7 Prozent (SMP), auf 66,6 Prozent (VCP) und auf 97,97 Prozent (ZCP) erlangt RWE Energy zusätzliche Freiheiten bei der optimalen Strukturierung der dortigen unternehmerischen Aktivitäten.

In Ungarn erhält E.ON Hungaria (EHU), eine Tochtergesellschaft der E.ON Energie, sämtliche RWE-Anteile (49,92 Prozent) an dem südwestungarischen Gasversorger DDGaz Rt. und baut damit die bereits bestehende Mehrheitsbeteiligung auf 99,94 Prozent aus. Im Gegenzug erhält die RWE Energy die EHU-Anteile (16,36 Prozent) an dem Budapester Gasversorger FÖGAZ Rt. RWE Energy hält dann 49,8 Prozent der Anteile an der FÖGAZ Rt. Der Aktientausch erfolgt, sobald die notwendigen Genehmigungen (z.B. der Kartellbehörden) für alle Transaktionen vorliegen.