Juschno-Russkoje-Gasfeld

E.ON und Gazprom vor Vertragsabschluss

Deutschlands größtes Energieunternehmen E.ON will innerhalb eines Monats mit dem russischen Gazprom-Konzern eine Vereinbarung zum Juschno-Russkoje-Gasfeld unterzeichnen. Dort lagern Schätzungen zufolge über eine Billion Kubikmeter Gas.

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Moskau/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Es werde noch verhandelt, und es sei noch nicht möglich zu sagen, welche Vermögenswerte E.ON Gazprom als Gegenleistung für einen Anteil an dem Gasfeld anbieten werde, sagte Rainer Hartmann, der Leiter von E.ON in Russland, der russischen Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag am Rande einer Konferenz der Branche.

Das Juschno-Russkoje-Feld besitzt geschätzte Reserven von über einer Billion Kubikmeter Gas in Nordrussland. Der Plan der Düsseldorfer E.ON, Vermögenswerte einzutauschen, ist allerdings schwieriger geworden: Eine neue Initiative der EU beschränkt die Expansion von Nicht-EU-Unternehmen in dem hiesigen Markt, wenn EU-Unternehmen nicht umgekehrt Zugang in deren Markt erhalten.

Die E.ON AG und die BASF AG sollen beide Minderheitsanteile an Severneftegazprom - der Tochtergesellschaft, die die Lizenz am Erdgasfeld Juschno-Russkoje hält - übernehmen. Dies ist Bestandteil des Plans von Gazprom, die Gaslieferungen in die EU - besonders nach Deutschland - über die Ostsee-Pipeline zu erhöhen.

Vergangene Woche hatten BASF und Gazprom bereits ihren Austausch von Unternehmensteilen mit der rechtlichen Übertragung jeweiliger Anteile weitgehend abgeschlossen.