Unterzeichnet

E.ON und algerische Sonatrach wollen zusammenarbeiten

Die Essener E.ON Ruhrgas und die algerische Sonatrach haben am Donnerstag ein Memorandum of Understanding (MoU) über die Zusammenarbeit bei LNG-Projekten (verflüssigtes Erdgas) geschlossen. Zunächst ist vorgesehen, die Möglichkeiten für die Vermarktung von algerischem LNG zu untersuchen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (red) - Wie der deutsche Energiekonzern mitteilt, gehört Sonatrach zu den größten Erdgasproduzenten und beliefert vorwiegend Spanien, Frankreich, Italien und die Türkei. Allein die Produktion von LNG liegt bei rund 26 Milliarden Kubikmetern jährlich. Sonatrach plant, seine Position im europäischen Markt auszubauen und die Exportkapazität bis 2010 auf 85 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich auszuweiten.

Verflüssigtes Erdgas, das per Tankschiff transportiert wird, gewinnt laut E.ON für die europäische Erdgasversorgung an Bedeutung. Es wird erwartet, dass sein heutiger Anteil von rund zehn Prozent am Erdgasaufkommen der EU25 bis zum Jahr 2020 auf mehr als ein Fünftel steigt.

E.ON Ruhrgas bezieht bereits heute Erdgas aus sechs Lieferländern. Mit Algerien würde eine neue Quelle hinzukommen und sich die Versorgungssicherheit weiter erhöhen. Neben dem Import von LNG für seine europäischen Absatzmärkte untersucht das Unternehmen auch den Bau von Anlandeterminals in Wilhelmshaven sowie auf der kroatischen Adriainsel Krk. Anfang November hatte E.ON Ruhrgas erstmals eine Schiffsladung LNG in Italien erworben.

Die Unterzeichnung des MoU erfolgte im Rahmen einer Reise von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit deutschen Wirtschaftsvertretern nach Algier.

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