Zwischenbilanz

E.ON übertrifft Erwartungen und hebt Ausblick an (Upd.)

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Umsatz und Ergebnis stärker gesteigert als von den Analysten erwartet und seine Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Der Nettogewinn wird allerdings geringer als im letzten Jahr ausfallen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Wie der Konzern heute bei der Vorstellung des Halbjahresberichtes in Düsseldorf mitteilte, profitierte E.ON dabei vor allem von der Entwicklung der Preise für Strom und Gas bei gleichzeitig höherem Absatz. Ergebnisbelastend habe sich allerdings die Vorsorge für die erwarteten Folgen einer staatlichen Regulierung der Netzentgelte ausgewirkt. Sie summierte sich den Angaben zufolge auf 325 Millionen Euro. Zu erwarten sei allerdings, dass die Belastungen durch weitere operative Verbesserungen kompensiert werden könnten. Dem E.ON-Konzern liegen - mit Ausnahme der Tochter Thüringer Energie AG - noch keine endgültigen Bescheide der Bonner Regulierungsbehörde zu den beantragten Entgelten für die Durchleitung von Strom anderer Anbieter durch das eigene Leitungsnetz vor.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg den Angaben zufolge gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Analysten hatten im Durchschnitt nur 4,6 Milliarden Euro prognostiziert. Nun soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf Jahressicht das Niveau des Vorjahres übertreffen, nachdem bislang lediglich eine "leichte" Steigerung in Aussicht gestellt worden war.

Der Umsatz erhöhte sich den Angaben zufolge von Januar bis Juni auf Jahressicht um 31 Prozent auf 36,9 Milliarden Euro und lag damit über den Expertenprognosen von durchschnittlich 36,6 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein etwas geringerer Überschuss von 2,8 Milliarden Euro. Allerdings war dies so von Analysten erwartet worden, da im Vorjahreszeitraum hohe Buchgewinne aus Unternehmensverkäufen angefallen waren. Auch im Gesamtjahr werde der Nettogewinn unter dem Vorjahresniveau bleiben, erklärte E.ON.

Beim Thema Endesa geht E.ON weiter davon aus, die Übernahme des spanischen Stromunternehmens erfolgreich abschließen zu können. E.ON messe der Transaktion weiter große Bedeutung zu. Endesa eröffne Wachstumschancen. Die spanische Energiebehörde CNE hatte Ende Juli unter weitgehenden Auflagen die Genehmigung zur Übernahme erteilt. E.ON bekräftigte jetzt noch einmal, dass das Unternehmen für diese Auflagen keine Berechtigung sehe. Deshalb habe man auch beim spanischen Industrieministerium dagegen Beschwerde eingelegt.

An der Börse legte E.ON um 0,6 Prozent auf 98,01 Euro zu.

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