Inspektion

E.ON überprüft Hochspannungsleitungen in Thüringen

E.ON Thüringer Energie überprüft derzeit die Hochspannungsleitungen in Mittel- und Nordthüringen auf Schäden. Die routinemäßige Inspektion sei nach dem Sturmtief "Kyrill" um knapp zwei Monate vorgezogen worden, damit möglicherweise noch nicht entdeckte Schäden gefunden und repariert werden können.

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Erfurt (ddp-lsc/sm) - Bei den bisherigen Kontrollflügen der Hochspannungsleitungen in Mittel- und Nordthüringen seien keine außergewöhnlichen Schäden entdeckt worden, sagte der Sprecher des Unternehmens, Martin Schreiber. Seinen Angaben zufolge werden innerhalb von etwa zweieinhalb Wochen insgesamt 628 Kilometer 110 000-Volt-Trassen mit mehr als 2000 Masten kontrolliert. Dabei fliege der Hubschrauber mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde in nur fünf Meter Abstand an den Hochspannungsleitungen entlang. Kontrolliert würden insbesondere der Zustand der Mastköpfe, der Isolatoren und der Leiterseile. Ergänzt würden die Kontrollen durch Begehungen am Boden, um den Zustand der Masten zu kontrollieren.

Nach Angaben des Unternehmens waren durch "Kyrill" Hochspannungsleitungen durch umstürzende Bäume beschädigt worden. Masten seien dagegen nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Inspektionen aus der Luft werden turnusmäßig alle zwei Jahre durchgeführt. Sie sind Teil des Investitions- und Instandhaltungsprogramms der E.ON Thüringer Energie. In diesem Jahr will das Unternehmen rund 150 Millionen Euro für die Erneuerung und Instandhaltung von Erzeugungs- und Energieanlagen sowie den Rückbau nicht mehr benötigter Leitungen sowie für neue Strom- und Erdgasanschlüsse ausgegeben.