Weder Senkung noch Erhöhung

E.ON-Töchter halten Strompreise bis 2007 stabil

Der Energiekonzern E.ON Hanse hat sich mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium auf stabile Nettostrompreise für private Haushalte bis Mitte 2007 verständigt. In Bayern wurden stabile Preise bis Ende 2007 angekündigt. Damit gibt es allerdings auch keine Hoffnung auf sinkende Strompreise.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Quickborn/Regensburg (red) - Damit wird es weder eine Preiserhöhung wegen stark gestiegener Kosten für den Strombezug noch eine Senkung des Strompreises wegen niedrigerer Netzentgelte geben, teilten beide E.ON-Töchter mit. Lediglich die vom Bund beschlossene Mehrwertsteueranhebung solle weitergegeben werden. E.ON Hanse erwartet noch in dieser Woche den Bescheid der Bundesnetzagentur zur Kalkulation ihrer Stromnetzentgelte. Das Unternehmen geht davon aus, dass die für den Zeitraum September 2006 bis Dezember 2007 vorgelegten Kosten um eine niedrige zweistellige Prozentzahl gekürzt werden.

"Ich bin sehr zufrieden, dass wir stabile Nettopreise bis Mitte nächsten Jahres vereinbaren konnten. Die gemeinsam mit E.ON Hanse gefundene Lösung ist ein gutes und wichtiges Signal für die Menschen in Schleswig-Holstein", so Wirtschaftsminister Dietrich Austermann.

Hans-Jakob Tiessen, Vorstands-vorsitzender von E.ON Hanse, sagte zu dem Kompromiss: "Wir wollten möglichst schnell Klarheit für unsere Kunden schaffen und einen Beitrag zur Entspannung der aktuellen Energiepreisdiskussion leisten."

In Bayern bleiben die Stromtarife bleiben nach Angaben von Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) für die Mehrheit der Haushalte im Freistaat bis Ende nächsten Jahres stabil. Die Versorger E.ON Bayern, LEW und N-Ergie würden die Tarife für ihre rund drei Millionen bayerischen Kunden bis dahin nicht erhöhen, sagte Huber am Dienstag nach Abschluss der Verhandlungen mit den drei Unternehmen in München. Bayern nehme damit "eine Vorreiterrolle" ein. In keinem anderen Bundesland sei bislang eine so weit reichende Strompreisregelung mit Stabilität für den Verbraucher erreicht worden. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel um drei Prozent ist Huber zufolge beim Verhandlungsergebnis allerdings nicht berücksichtigt.

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