Kartellamt

E.ON: Thüga-Verkauf an Stadtwerke genehmigt

Das Bundeskartellamt hat den milliardenschweren Verkauf der E.ON-Tochter Thüga an deutsche Kommunen genehmigt. Die Übernahme der Gruppe durch ein Konsortium von etwa 50 Stadtwerken trage dazu bei, das Ausmaß vertikaler Integration des E.ON-Konzerns zu reduzieren, teilte das Kartellamt am Dienstag mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (afp/red) - Insofern könne davon ausgegangen werden, dass der Zusammenschluss positive Auswirkungen auf die betroffenen Gas- und Strommärkte haben werde. Eon erhält rund 2,9 Milliarden Euro für die Thüga, zu den Käufern gehören unter anderem die Stadtwerke von Hannover, Freiburg und Nürnberg.

In der Thüga sind Beteiligungen an zahlreichen kommunalen Strom- und Gasversorgern gebündelt, die Gruppe versorgte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 3,5 Millionen Stromkunden und 2,9 Millionen Gaskunden. Der Verkauf ist ein Höhepunkt des Trends, dass Stadtwerke die lukrative Strom- und Gasversorgung wieder von privaten Konzernen zurückkaufen und damit in staatliche Hände zurückführen. Das Kartellamt kündigte eine sorgfältige Beobachtung des fortschreitenden Prozesses der "Rekommunalisierung" an, um mögliche Wettbewerbsprobleme frühzeitig identifizieren zu können.