Ursachenforschung

E.ON: Stromausfall beruht auf menschlichen Fehleinschätzungen

Der Stromausfall Anfang November in Teilen Deutschlands und Westeuropas beruht auf menschliche Fehleinschätzungen. Das teilte der Energieerzeuger E.ON am Mittwoch in Bonn mit. Es habe keine technischen Fehlfunktionen gegeben, allerdings seien noch nicht alle Ursachen aufgeklärt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (ddp-nrw/sm) - Wie das Unternehmen berichtete, wurde vor der planmäßigen Abschaltung der Höchstspannungsleitung über die Ems zur Durchfahrt des Kreuzfahrtschiffes "Norwegian Pearl" fälschlicherweise angenommen, dass auch beim Ausfall einer weiteren Leitung eine Überlastung des Netzes ausgeschlossen sei. Etwa eine halbe Stunde später seien jedoch Überlastungen bei einer anderen Leitung aufgetreten, deren Ursachen bisher noch nicht geklärt seien.

Zum Ausgleich wurden daraufhin in einem Umspannungswerk laut E.ON mehrere Leitungen zusammengeschaltet. Entgegen der Einschätzung der Mitarbeiter in der Netzleitstelle habe dies allerdings zu einem gegenteiligen Effekt geführt und die Netzleistung sei schlagartig angestiegen. Das habe eine automatische Abschaltung ausgelöst. Für technische Fehlfunktionen von Leitungen oder Steuerungssystemen gebe es dagegen keine Hinweise, hob E.ON hervor. Auch unzureichende Instandhaltung oder mangelnde Investitionen könnten als Ursache ausgeschlossen werden.

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