Verluste eingefahren

E.on: Stellenabbau auf "sozial anspruchsvollem Niveau"

Der Vorstandschef von E.on., Johannes Teyssen, hat den massiven Stellenabbau im Konzern verteidigt. Ineffiziente Strukturen müssten verschlankt werden, um andere Jobs zu retten. Deutschlands größer Energiekonzern will 11.000 von rund 80.000 Jobs streichen, 6.000 davon in Deutschland. Erstmals wird dieses Jahr wohl ein Nettoverlust eingefahren.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin/Frankfurt (dapd-nrw/red) - "Weil wir Tausende Jobs retten wollen, müssen wir uns von ineffizienten Verwaltungen verabschieden, und zwar schnell", sagte Teyssen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er versprach aber, "viel Geld" dafür auszugeben, "dass wir Menschen von Arbeit zu Arbeit bringen". Der Stellenabbau werde "auf einem sehr anspruchsvollen sozialen Niveau stattfinden".

Wahrscheinlich erstmals Nettoverlust bei E.on

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.on wird nach den Worten von Vorstandschef Johannes Teyssen in diesem Jahr erstmals in seiner Unternehmensgeschichte einen Nettoverlust einfahren. Die Katastrophe von Fukushima habe zu gewaltigen Belastungen geführt, sagte Teyssen am Donnerstag in der ARD. Weitere Belastungen aus Marktverwerfungen und Regulierungen seien hinzugekommen. "Wir haben in diesem Jahr sogar mit einem Verlust zu rechnen", sagte der Manager den ARD-"Tagesthemen".