Anteilstausch

E.ON steigt in französischen Atommarkt ein

E.ON steigt offenbar in den französischen Nuklearmarkt ein. Wie das "Handelsblatt" berichtete, steht das Unternehmen vor dem Abschluss eines Abkommens mit dem französischen Wettbewerber Électricité de France (EdF), um Anteile an Kraftwerken auszutauschen.

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Düsseldorf (ddp/red) - Der Zeitung zufolge wolle E.ON Kapazitäten in französischen Kernkraftwerken von rund 800 Megawatt übernehmen. Im Gegenzug würden dem französischen Konzern und dessen deutschen Tochterunternehmen EnBW Anteile an Kohlekraftwerken überlassen.

E.ON will CO2-Emissionen niedrig halten

Der deutsche Energiekonzern beabsichtige, mit dem Deal den Anteil an Kernenergie an seinem Energiemix hoch und die Kosten für den Klimaschutz gering zu halten. Für seine Kohlekraftwerke müsse E.ON wegen des Emissionshandels jährlich erhebliche Summen für Zertifikate ausgeben.

Laut der Zeitung ist E.ON der einzige ausländische Konzern, dem bisher ein nennenswerter Einstieg auf dem weitgehend abgeschotteten französischen Energiemarkt gelungen sei.