Bilanz

E.ON steigert Umsatz - Endesa-Übernahme fest im Blick

E.ON hat im vergangenen Jahr Umsatz und Ergebnis dank höherer Strom- und Gaspreise wie erwartet gesteigert, Aktionäre erhalten eine Dividende von 3,35 Euro je Aktie. Außerdem teilte der Konzern auf der heutigen Bilanzpressekonferenz mit, bei der Endesa-Übernahme "weiter am Ball" zu bleiben.

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Düsseldorf (ddp/sm) - Der Erlös habe sich im Vergleich zu 2005 um 21 Prozent auf 67,76 Milliarden Euro erhöht und das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um zwölf Prozent auf 8,15 Milliarden Euro verbessert, teilte der DAX-Konzern heute in Düsseldorf mit. E.ON erreichte mit diesen Zahlen die Prognosen der von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragten Analysten. Diese hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 67,54 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 8,09 Milliarden Euro gerechnet.

Der Konzernüberschuss ist laut E.ON auf Grund der außerordentlichen Buchgewinne nach den Verkäufen von Viterra und Ruhrgas um rund 30 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro eingebrochen. Analysten hatten allerdings noch einen deutlicheren Rückgang erwartet. Bereinigt um Sondereinflüsse sei der Konzerngewinn jedoch um ein Fünftel auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Aktionäre sollen mit einer von 2,75 auf 3,35 Euro je Aktie angehobenen Dividende an der Entwicklung beteiligt werden.

Endesa-Übernahme weiter vorantreiben

Auf der Bilanzpressekonferenz kündigte der E.ON-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat an, ungeachtet der anhaltenden Widerstände das Übernahmeverfahren bei Endesa "konsequent" weiter voranzutreiben. "Wir bleiben bei Endesa am Ball und arbeiten mit unvermindertem Nachdruck daran, die Endesa-Aktionäre von den Vorteilen unseres Angebots zu überzeugen", sagte er. E.ON habe ein Angebot an alle Endesa-Aktionäre unterbreitet und eine zukunftsorientierte Strategie für den spanischen Versorger vorgelegt, betonte Bernotat.

E.ON hat die Endesa-Übernahme an eine Mindestannahmequote von 50,01 Prozent geknüpft. Der spanische Mischkonzern Acciona war im September und der italienische Energieversorger Enel in der vergangenen Woche überraschend in den Endesa-Poker eingestiegen. Beide Unternehmen halten mittlerweile jeweils mehr als 20 Prozent der Anteile.