Ergebnisse

E.ON steigert erneut seinen Umsatz und Gewinn (Upd.)

Der wegen seiner Preiserhöhungen bei Strom und Gas in der Kritik stehende Energiekonzern E.ON hat seinen Umsatz und auch den Gewinn nach neun Monaten deutlich gesteigert. Der bereinigte Konzernüberschuss sei um 22 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro geklettert.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Zwischen Januar und September stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 49,4 Milliarden Euro, wie der nach eigenen Angaben weltgrößte Energiedienstleister mitteilte. Der bereinigte Konzernüberschuss sei um 22 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro geklettert. Das bereinigte Vorsteuerergebnis (Ebit) sei um 12 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro gestiegen. Die Aktie des im DAX notierten Konzerns legte in einem schwachen Marktumfeld um rund 0,5 Prozent auf 136 Euro zu.

Vor allem das Auslandsgeschäft habe deutlich zugelegt, hieß es weiter im Zwischenbericht. Ergebnissteigerungen seien vor allem in Großbritannien und Skandinavien verzeichnet worden. Im Bereich Mitteleuropa, zu dem auch die deutschen Töchter gehören, habe das bereinigte Ebit mit 3,5 Milliarden Euro leicht über Vorjahresniveau (3,3 Milliarden Euro) gelegen, hieß es weiter. Belastet worden sei das Ergebnis vor allem durch höhere Strombezugskosten, höhere Aufwendungen aus der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und niedrigere Netzerlöse. Im Gasgeschäft habe die milde Witterung zu einem deutlichen Absatz- und Ergebnisrückgang geführt. Für das Gesamtjahr geht E.ON nach der positiven Ergebnisentwicklung auch im dritten Quartal weiterhin davon aus, beim bereinigten Ebit das hohe Vorjahresniveau um fünf bis zehn Prozent zu übertreffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beklagte am Dienstag eine belastende Wirkung der steigenden Energiepreise auf das Verbraucherverhalten. "Deshalb werden wir auch gerade hier die Preisentwicklung ganz genau im Auge behalten", kündigte sie in einer Rede auf einer Veranstaltung des Einzelhandelsverbandes HDE in Berlin an. "Wir wollen auch hier nicht gegen die Branche arbeiten, aber wir finden schon, dass die Menschen im Lande ein Anrecht auf Transparenz bei der Preisentwicklung haben", sagte Merkel. Die Regierung werde durch die geplante Kartellrechtsnovelle dafür sorgen, dass die Wettbewerbssituation zwischen den Erzeugern verbessert und mehr Transparenz eingeführt werde.