Quartalsbericht II

E.ON startet mit zweistelligem Wachstum ins Jahr

Auch der Energiekonzern E.ON hat in den ersten drei Monaten ein zweistelliges Wachstum bei Ergebnis und Umsatz verzeichnet und die Erwartungen von Marktbeobachtern übertroffen. Der Überschuss gegenüber dem ersten Quartal 2005 erhöhte sich um 18 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Analysten hatten durchschnittlich mit 1,56 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz habe sich um 37 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro erhöht. Marktbeobachter erwarteten im Mittel knapp 18,0 Milliarden Euro.

"Die Ergebnisentwicklung im ersten Quartal bestätigt erneut, dass wir mit der Konzentration auf das Strom- und Gasgeschäft den richtigen Weg eingeschlagen haben", kommentierte Vorstandschef Wulf Bernotat. Wertsteigerndes Wachstum im Kerngeschäft habe nun Priorität. So wolle sich E.ON mit der Übernahme des spanischen Energiekonzerns Endesa attraktive Wachstumsmärkte in Südeuropa und Südamerika erschließen. Darüber hinaus werde weiter mit dem russischen Gaskonzern Gasprom über einen Einstieg beim Gasfeld Yushno Russkoje verhandelt. Zum aktuellen Stand machte E.ON in beiden Fällen keine Angaben.

Gleichzeitig bekräftigte der Konzern seine Prognosen für das laufende Jahr. Demnach soll das Ergebnis vor Steuern und Zinsen, das im ersten Quartal um sechs Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen ist, im Gesamtjahr leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Das Nettoergebnis werde über 3,7 Milliarden Euro liegen und damit den um Sondereffekte bereinigten Vorjahreswert übertreffen, sagte Finanzvorstand Erhard Schipporeit. Aktienhändler bezeichneten diesen Ausblick als "sehr konservativ". E.ON lege die Messlatte damit sehr tief und nur am unteren Rand der bisherigen Schätzungen an. Im Schnitt rechne der Markt mit 4,6 Milliarden Euro, sagte ein Händler.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz erhöhte ihre Einstufung nach Veröffentlichung der Zahlen von "Marketperformer" auf "Outperformer". Das erste Quartal sei auf der Ergebnisseite oberhalb der Erwartungen ausgefallen, erläuterte Per-Ola Hellgren. Auch Nils Machemehl von M.M. Warburg sprach von besser als erwartet ausgefallenen Zahlen und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Der Nettogewinn scheine zudem von einer niedrigeren Steuerquote beeinflusst, erläuterten beide. Die Aktie legte am Mittwoch 0,5 Prozent auf 94,61 Euro zu.